Fluss Länge (km) Region Mündung
Po 652 Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna, Veneto Adria
Etsch 410 Trentino-Südtirol, Veneto Adria
Tiber 405 Emilia-Romagna, Toskana, Umbrien, Latium Tyrrhenisches Meer
Adda 313 Lombardei Po
Oglio 280 Lombardei Po
Tanaro 276 Piemont, Ligurien Po
Ticino 248 Schweiz, Piemont, Lombardei Po
Arno 241 Toskana Ligurisches Meer
Piave 220 Veneto Adria
Reno 211 Toscana, Emilia-Romagna Adria

erster platz

Po, 652km

landkarte mit Fluss Po Italien

Der Fluss Po entspringt den Cottischen Alpen im an der italienisch-französischen Grenze gelegenen Valle Po und mündet nahe bei Adria in die Adria. Mit einer Länge von 652 km ist er der längste Fluss Italiens. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von etwa 75.000 km². Auf weiter Strecke fließt der Fluss durch die Poebene, die wichtigste Landwirtschafts- und Industrieregion Italiens. 1852 wurde die Po-Schifffahrt vom Österreichischen Lloyd übernommen und neu organisiert. Der Po hat ein ausgedehntes Delta von etwa 380 km², dessen Fläche sich ständig vergrößert. Fünf der wichtigsten Arme sind Po di Maestra, Po della Pila, Po delle Tolle, Po della Donzella und Po di Goro. Im Delta wurde ein Naturpark eingerichtet, der Parco regionale del Delta del Po.

zweiter zplat

Etsch, 410km

Der Fluss Etsch

Die Etsch entspringt in den Ötztaler Alpen am Reschenpass (1550 m) in Südtirol, welcher ihr Stromgebiet von dem des Inn scheidet, durchfließt den Reschensee (1482 m) und den Haidersee und gelangt mit raschem Gefälle auf die Malser Haide und die ebene Talsohle von Glurns. Hier mündet aus dem schweizerischen Münstertal der Rambach in die Etsch. Sie fließt ostwärts weiter durch den Vinschgau, überwindet die Talschwelle der Töll und gelangt in denMeraner Talkessel. In Meran mündet die Passer in die Etsch, die anschließend die flachen Talgründe Richtung Bozen passiert. Die Etsch fließt südlich von Bozen durch das Unterland und verlässt Südtirol durch die Salurner Klause. In der Nähe Roveretos passiert sie eine Stromenge, kurz vor Verona durchfließt sie die Veroneser Klause. Nach Verona fließt die Etsch in einer Ebene, die flachen Ufer werden nun sumpfig, der Strom selbst schlammig und träge. Der Unterlauf der Etsch ist vielfach mit dem Mündungsgebiet des Po verbunden.

Ein Arm der Etsch zweigt bei Legnago nach Süden zum Tartaro ab und mündet in den Valli Grandi in diesen, ein weiterer Arm verzweigt oberhalb von Castelbaldo nach Süden und fließt als Canale Bianco nach Osten, ist mit dem Po Grande verbunden und fließt schließlich in den Po di Levante. Ein dritter Arm, der Naviglio Adigetto, zweigt bei Badia nach Südosten ab und fließt im Po-Delta diesem zu. Die Etsch selbst mündet bei Porto Fossone, Provinz Rovigo, in das Adriatische Meer und begrenzt das Po-Delta nach Norden.

dritter Platz

Tiber, 405km

Der Fluss Tiber fuehrt nach Rom

Der Tiber entspringt im Apennin am Monte Fumaiolo (1407 m) auf 1348 Metern oberhalb der Ortschaft Balze, die zur Region Emilia-Romagna gehört. Diese Zugehörigkeit geht auf Benito Mussolini zurück, der aus der Region Romagna stammte. Er ließ die Regionsgrenze verlegen, so dass fortan die Quelle nicht mehr in der Toskana, sondern in seiner Geburtsregion lag. Eine Säule mit einer Marmorinschrift wurde aufgestellt: „Hier entspringt der Tiber, heiliger Ursprung Roms“. Bereits am Fuße des Fumaiolo erreicht der Fluss die Toskana und verläuft von hier im Wesentlichen parallel zur Schnellstraße „3bis“ und erreicht nach etwa 30 km kurz hinter dem Ort Sansepolcro Umbrien. Begleitet von der Schnellstraße, fließt er weiter durch die Orte Città di Castello, Umbertide und Perugia nach Todi. Von hier aus kann man dem Fluss auf der Straße 448 zum Naturschutzgebiet „Parco Fluviale del Tevere“ folgen, wo der Tiber zum Lago di Corbara (138 m) wird. Am Ausfluss wird die von Orvieto kommende Autobahn A1 erreicht, die den Tiber bis Rom begleitet. Das Tibertal bildet hier die Grenze zwischen den Regionen Umbrien und Latium, bis nach Orte bei Magliano Sabina Latium erreicht wird. An den antiken Straßen Via Tiberina und Via Salaria fließt der Tiber nun nach Rom. Bei der Tiberinsel teilt sich der Fluss unterhalb des steilen Kapitolshügels, was früh einen Flussübergang und eine Siedlung der Latiner auf dem Palatin ermöglichte, aus der das spätere Rom entstand.

vierter

Adda, 313km

Karte des Flusses Adda in Oberitalien

Die Adda ist eine der wenigen weiblich bezeichneten Flussläufe Italiens. Sie entspringt im Valle Alpisella bei Livigno in 2235 Metern Höhe in den Rätischen Alpen. Die obere Adda durchfließt das Veltlin über ungefähr 100 Kilometer. Dort fließt sie durch Bormio, Tirano und Sondrio, bevor sie in den Comer See mündet, dessen größter Zufluss sie ist. Im unteren Veltlin ist der Durchfluss der Adda stark durch ein Wasserkraftwerk des italienischen Stromerzeugers Enel reduziert, der das Wasser durch einen unterirdischen Stollen ableitet und es 11 km flussabwärts nahe dem Comer See wieder an die Erdoberfläche bringt. Größere Orte an der unteren Adda sind Lecco, Trezzo, Cassano d’Adda (wo sie in den flachen Teil des Po-Ebene eintritt),Rivolta d’Adda, Lodi und Castelnuovo Bocca d’Adda, an der Mündung in den Po.

fuenfter

Oglio, 280km

Der Oglio in Norditalien

Der Oglio entsteht aus dem Zusammenfluss zweier Gebirgsbäche: dem Narcanello aus dem Presena-Gletscher und dem Frigidolfo, vom See Ercavallo im Nationalpark Stilfser Joch gebildet. Diese beiden Flüsse haben ihren Ursprung am Corno dei Tre Signori, in einer Höhe von etwa 2.600 Metern. Die Fluesse verschmelzen in der Nähe von Pezzo di Ponte di Legno zum Oglio.

Er fließt in Richtung Südwesten, durch Valcamonica und Lago d’Iseo. Er schließt sich dem Po nach einer Reise eine Zone Moränenablagerungen, bei Torredoglio, nicht weit von Cesole und Scorzarolo, in der Provinz Mantua . Sein Einzugsgebiet, das dem Bereich der Valle Camonica entspricht, erstreckt sich über 6649 Quadratkilometern. Er ist Teil des größeren Po-Beckens.