Liste der zehn längsten Flüsse auf der iberischen Halbinsel Spanien

1. Tajo (1007 Km)

laengster fluss spaniens rio tajo

Der längste Fluss Spaniens: Der Rio Tajo an der Alcantara Brücke

Der Tajo bzw. Tejo (portugiesisch) ist mit einem Lauf von 1007 km der längste Fluss der Iberischen Halbinsel in Spanien und Portugal. Das Einzugsgebiet des Tajo umfasst 80.600 km², wovon 69,2 % (55.810 km²) auf die spanischen Regionen Extremadura, Madrid, Aragonien, Kastilien-La Mancha und 30,8 % auf Portugal (24.790 km²) entfallen. Auf der Iberischen Halbinsel haben nur der Duero mit 97.290 km² und der Ebro mit 85.362 km² größere Einzugsbereiche.

Der Tajo entspringt in etwa 1600 m Höhe an der Quelle der Fuente de García im Gebirge der Montes Universales im Osten Spaniens (Provinz Teruel). In Richtung Westen fließt er durch die Iberische Halbinsel – etwa 40 km südlich vorbei an Madrid – durch die spanischen Städte Aranjuez, Toledo, Talavera de la Reina und Alcántara sowie durch die portugiesische Stadt Santarém. Schließlich mündet er bei Lissabon in den Atlantik.

Besonderes: Die größte Brücke über den Fluss ist die Vasco-da-Gama-Brücke (Ponte Vasco da Gama) mit einer Gesamtlänge von 17,2 km. Sie ist die längste Brücke in Europa.

2. Ebro (925 Km)

Zweitlaengster-fluss-spaniens-ebro

Der Ebro in Saragossa

Der Ebro ist ein großer Fluss im Nordosten Spaniens. Mit seinen mehr als 925 Kilometern ist er der zweitlängste Fluss der Iberischen Halbinsel (nach dem Tajo). Sein Einzugsgebiet hat eine Fläche von 85.362 Quadratkilometer. Seinen Namen bekam er vermutlich von den Karthagern im Rahmen des Vertrages zwischen Karthago und Rom im Vorfeld des zweiten punischen Krieges, wo der Ebro als Grenze festgelegt wurde.

Besonderes:

  • Die insgesamt drei Ebro-Stauseen liegen zwischen Barcelona und Saragossa. Sie dienen der Stromerzeugung für die Metropole Barcelona.
  • Die Schlacht am Ebro zur Entlastung Valencias war im Jahr 1938 der letzte Versuch der republikanischen Regierung, die Niederlage im Bürgerkrieg gegen Franco noch abzuwenden.

3. Duero (895 Km)

Duero - drittgroesster fluss spaniens

Bild vom Oberlauf des Flusses Duero in Spanien

Der Duero (portugiesischer Name Douro) ist ein Fluss in Nordwestspanien und Nordportugal. Er ist etwa 895 Kilometer lang. Von der Quelle des Duero bis zur Mündung des Douro verläuft der internationale Fernwanderweg GR 14 Senda del Duero.

Das Einzugsgebiet (cuenca) des Duero von insgesamt etwa 98.400 km² umfasst im spanischen Teil den weitaus größten Teil der Region Kastilien-León umfasst. Dort sind mehrere Stauseen angelegt.

Besonderheit: Der Duero durchfließt mehrere Weinbaugebiete. Das bekannteste in Spanien ist Ribera del Duero.

4. Guadiana (818 Km)

Der Rio Guadiana bei Puerto de la Laja

Der Rio Guadiana bei Puerto de la Laja

Der Guadiana ist ein Fluss auf der Iberischen Halbinsel, der durch Spanien und Portugal fließt, und zum Teil auch die Grenze bildet. Sein Einzugsgebiet erschließt fast 67.733 km² Der Guadiana entspringt in den Ojos del Guadiana nordöstlich von Ciudad Real in der gleichnamigen spanischen Provinz, Region Kastilien-La Mancha. Er fließt zunächst in vorwiegend westlicher Richtung, durchquert die Extremadura und wendet sich dann in Richtung Süden. Auf zwei Abschnitten, darunter in seinem Mündungsbereich, bildet er die Grenze zwischen Spanien und Portugal. Dazwischen durchfließt er den Südosten der portugiesischen Region Alentejo. Der Guadiana mündet bei Ayamonte (Andalusien, Spanien) bzw. Vila Real de Santo António (Algarve, Portugal) in den Golf von Cádiz, der zum Atlantischen Ozean gehört. Die größte Stadt am Fluss ist Badajoz in Spanien.

Besonderes:

Der Guadiana ist der südlichste der drei Hauptströme (neben Tajo und Duero), die von Spanien nach Portugal fließen. Einer Legende nach waren diese drei früher Flussgeister, die einen Wettlauf zum Atlantik bestreiten wollten. Vorher legten sie sich gemeinsam im Gebiet des heutigen Spaniens noch schlafen. Am nächsten Tag soll der Guadiana als erster Geist aufgewacht sein, wodurch er sich die schönste und ebenste Strecke aussuchen konnte. Der Tajo war schon später dran, doch als letztes wachte der Duero auf. Dieser musste sich dann seinen Weg durch den steinigen Norden der Halbinsel bahnen, wodurch sein rauer Charakter erklärt wird.

5. Guadalquivir (657 Km)

die schoensten und laengsten Fluesse Spaniens im Reisefuehrer @Flugzentrale.de

Der Qualdaquivir in Abendstimmung

Der Guadalquivir ist mit einer Länge von 657 km der fünftlängste Fluss Spaniens (nach Tajo, Ebro, Duero und Guadiana) und der längste in Andalusien. Das Einzugsgebiet des Guadalquivir umfasst 56.978 km² und der Höhenunterschied von Ursprung bis zur Mündung im Atlantik beträgt 1.400 Meter. Der Name stammt aus dem Arabischen al-wād al-kabir oder Wadi al-Kabir, ‏der große Fluss. Der Fluss wurde von präromanischer Zeit bis in die al-Andalus-Zeit hinein Baetis (spätere Schreibweise Betis) genannt. Er war namensgebend für die römische Provinz Hispania Baetica. Er entspringt bei Cañada de las Fuentes in der Sierra de Cazorla (Provinz Jaén), läuft an Córdoba und Sevilla vorbei und mündet bei Sanlúcar de Barrameda in den Golf von Cádiz. Das Schwemmland am Unterlauf des Flusses wird „Las Marismas“ genannt. Der Guadalquivir grenzt auch an das Naturschutzgebiet Coto de Doñana.

Besonderheit: Der Guadalquivir ist der einzige schiffbare Fluss Spaniens. Derzeit ist er bis Sevilla auch für Hochseeschiffe schiffbar. Zu Zeiten der Römer war er bis Córdoba zu befahren.

Auf den weiteren Plätzen der längsten Flüsse Spaniens folgen

6. Júcar mit 498km

7. Genil mit 337km

8. Segura mit 325km

9. Miño mit 310 km

10. Turia mit 280 km