Das Land und die Bevölkerung

Venezuela ist ein faszinierendes Land im Norden von Südamerika, welches an Brasilien, Kolumbien und Guyana grenzt. Insgesamt Leben in Venezuela ca. 27 Millionen Menschen, wovon knapp 4 Millionen auf die Hauptstadt Caracas fallen.

Caracas Venezuela

Caracas Venezuela

Bekannt ist Caracas vor allem für seine Kulturvielfalt aufgrund von zahlreichen Museen, Staatsgalerien und Theatern. In dieser historischen Stadt kann der Interessierte vor allem auf Spurensuche der Geschichte des Landes gehen und dabei auf zahlreiche Denkmäler und Erinnerungstafeln stoßen. Aber auch zum ausgiebigen Einkaufen und zur einzigartigen kulinarischen Verköstigung eignet sich diese Stadt hervorragend.

Durch seine Küstenlage bietet Venezuela traumhafte Karibikstrände, die zum Verweilen und Träumen einladen. Wer nicht nur am Strand entspannen möchte, kann hier verschiedene Wassersportarten ausprobieren.
Abenteuer verspricht auch das Höhlensystem Cueva del Guacharo, welches unweit von der Küste gelegen ist.

Im Inland findet sich eine umwerfende Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Einige können bereits im Nationalpark Mochima nahe Caracas besichtigt werden.
Ein Aktivurlaub der besonderen Art ist in Venezuela garantiert.

Die offizielle Landessprache Venezuelas ist Kastilisch. Daneben gibt es zahlreiche Ausprägungen von indigen Sprachgruppen, die aus den alten Indianerstämmen stammen. Mit Castellano, dem typischen Spanisch, kommt man hier also gut durch.

Die aktuelle Währung heißt Bolívar Fuerte. Bei der Zentralbank läuft diese Währung unter dem ISO-Code VEF mit einem Kurs von ca. 3,16 für einen Euro.

 

Beste Reisezeit für Venezuela

Die beste Reisezeit für Venezuela ist anhängig von den Wünschen des Reisenden. Besucht werden kann das Land eigentlich das ganze Jahr. Für Strand- und Badeurlaube eignen sich am besten die Monate November bis Mai, da hier die Trockenzeit vorherrscht.
Die Temperaturen und die Niederschlagshäufigkeit sind ebenfalls abhängig davon, in welcher Region das Land bereist wird. In den tropischeren Zonen (Höhenlage niedriger als 800m) liegt die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen 26 und 28 °C. Die kühle Zone beginnt bei ca. 2000-3000m Höhenlage und weist Temperaturen zwischen 9 und 11°C auf.

 

Reisevorbereitung/Auswärtiges Amt

Vor einer Reise nach Venezuela empfiehlt es sich dringend Hinweise über die aktuelle Lage im Land einzuholen. Das Auswärtige Amt informiert über Gebiete, in denen die Gefahr von Überfällen und Entführungen besonders hoch ist und wohin Touristen in Venezuela aufgrund der hohen Kriminalitätsrate am besten gar nicht erst reisen sollten. Über allgemeine Ratschläge zu Ein- und Ausreise sowie Währungen hinaus, gibt das Auswärtige Amt ebenfalls sinnvolle Tipps, wie sich Nichteinheimische in Venezuela am besten verhalten und was sie vermeiden sollten.

Vor Antritt der Reise sind folgenden Impfungen sinnvoll: Tetanus, Diphtherie, Hepatitis A und Gelbfieber. Bei einem längeren Aufenthalt sind ebenfalls Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus vorzunehmen. Bei der Reise in Regenwaldgebiete besteht ein erhöhtes Risiko einer Malariainfektion.

Dann ist eine Prophylaxe über Tabletteneinnahme ratsam, die mehrere verschreibungspflichtige Medikamente umfasst. Die genaue Einnahme und Auswahl der Medikamente sowie jegliche Impfungen für Kinder sind im Vorfeld unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner abzusprechen.
Ein Auslands-Krankenversicherungsschutz mit Rückholversicherung sollte zur eigenen Sicherheit ebenfalls abgeschlossen werden.

 

Die Flagge und die Geschichte Venezuelas

Vor der Entdeckung durch Christopher Columbus 1498 lebten in Venezuela ausschließliche indianische Stämme. Die heutige Hauptstadt entstand erst 1567 und erhielt 10 Jahre später eine spanische Verwaltung.
Zwischen 1797 und 1821 versuchten sich die Venezolaner immer wieder von der spanischen Herrschaft zu lösen, sowohl auf diplomatischem als auch auf blutigem Wege durch Aufstände.
Die Flagge Venezuela spiegelt gleichzeitig auch einen Teil der Geschichte des Landes wieder. Sie besteht aus drei horizontalen Streifen. Dabei steht gelb für den Sonnenschein im Lande, blau für das Meer und die Unabhängigkeit von Spanien und rot für den Mut und das Blutvergießen während der Revolution von Simon Bolivar 1813.

In der oberen linken Ecke ist das Staatswappen abgebildet. Über den blauen Streifen erstreckt sich überdies ein Bogen aus acht Sternen, welche für die sieben Provinzen von Venezuela stehen, die die Unabhängigkeit des Landes vorangetrieben haben.

Der achte Stern ist 2006 hinzugekommen und soll die Unabhängigkeit Guyanas widerspiegeln. Häufig sind aber auch noch Flaggen mit sieben Sternen zu finden.
Simon Bolivar war ein gebildeter Mann aus einer reichen Familie aus Caracas. Er wurde berühmt als Unabhängigkeitskämpfer gegen die spanischen Kolonialherren und wird noch heute in den ehemaligen Kolonien als Nationalheld gefeiert. Unter seiner Führung gelang es 1821 doch noch den Sieg gegen die Spanier zu erringen. 1830 erklärte sich Venezuela schließlich selbstständig.

 

Aktuelle Politik in Venezuela

Das aktuelle Staatsoberhaupt von Venezuela ist Nicolas Maduro. Er hat das Erbe des 2013 an Krebs gestorbenen und von 1998 bis 2013 an der Macht gesessenem Hugo Chávez übernommen. Chavez wurde unter anderem durch seine Rolle als Anführer beim Putschversuch im Jahre 1992 gegen die Regierung von Carlos Anrés Pérez bekannt. Unter seiner Regierung gilt die Regierungsform der Präsidialdemokratie, wobei der direkt gewählte Präsident sowohl Staatsoberhaupt als auch Vorsitzender der Exekutive des Landes ist. Insgesamt gibt es eine 5-Gewalten-Teilung zwischen Legislative, Exekutive, Judikative, Bürgergewalt und Wahlgewalt.

 

Wirtschaft/Export

Güter wie Rindfleisch, Kakao, Tabak, Zucker, Kaffee und Baumwolle werden in Venezuela vorwiegend für den Export produziert. Mit einem geschätzten Vorkommen von ca. 77 Millionen Barrel nachgewiesener Ölreserven gehört Venezuela mit zu wichtigsten Lieferanten dieses Rohstoffes.