Ein Urlaub in Japan konfrontiert alle Besucher unabdingbar mit den japanischen Religionen. Anders als in Europa, bestanden in Japan immer verschiedene Glaubensformen zeitgleich und wurden in friedlicher Koexistenz gelebt. Das Christentum, hier die wichtigste religiöse Ausrichtung, ist in Japan kaum anzutreffen.

Kirschblueten-Japan

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Urlaub in Japan

Neben Einflüssen aus China, wie dem Daoismus und Konfuzianismus, sind in Japan vor allem der Shintoismus und der Buddhismus verbreitet.
Auf der Japanreise gehört der Besuch der bekanntesten Tempel sicherlich zu den nicht zu verpassenden Highlights. Die klassischen Pagoden werden dabei noch heute von Mönchen bewohnt und gepflegt.

Oft bieten sie dort den Touristen auch Übernachtungsmöglichkeiten und damit einen Einblick ins Herz der japanischen Religionen, der nur von innen heraus möglich ist. Der Buddhismus mit seinen vielfältigen Untergruppen blickt auf eine lange Geschichte zurück, deren Beginn kaum einem konkreten Jahr festgeschrieben werden kann. Aber ab dem Jahr 552 ist der praktizierte Buddhismus sicher belegt.

Mit der Abfolge der herrschenden Häuser und Familien entwickelten sich viele neue Schulen mit wiederum eigenständigen Lehren, Praktiken und Schriften. Obwohl einige Kloster sogar eigene Armeen ausbildeten und der japanische Buddhismus auch immer mit der Kampfkunst seiner Mönche in Verbindung gebracht wird, verliefen diese Änderungen und Abspaltungen bewundernswerter Weise immer friedlich und ohne kriegerische Auseinandersetzungen.

Die weltweit bekannteste buddhistische Schule ist heute wohl der Zen-Buddhismus, allen bekannt sind die Lehre der ruhigen Gelassenheit und das regelmäßige Sammeln der inneren Kräfte, das Meditieren.

 

Religion in Japan

Anders als der Buddhismus, der einen einzelnen Buddha als Gott verehrt, ist der Shintoismus als zweite japanische Hauptreligion eine Religion der Vielgötter. Ähnlich wie Altgriechen und Römer glauben die Anhänger dieser Religion an den Naturkräften zugeordnete, vielfältige Gottheiten.

Aus dem Geschlecht der Sonnengöttin „Amaterasu“ hervorgegangen, war lange Zeit der japanische Tenno das zeremonielle Oberhaupt des Landes. Ebenfalls ein deutlicher Unterschied zum Buddhismus zeigt sich darin, dass der Shintoismus seine Praktiken und Glaubenssätze kaum niederschreibt.

Verfügt jede buddhistische Schule über ein ausgeprägtes schriftliches Werk aller seiner Lehren, ist der Shintoismus eher gelebte und mündlich überlieferte Religion.

Auf der Japanreise sollte sich unbedingt jeder wohl die “Klosterstadt” Kioto ansehen, aber auch die Kloster in Nara und in Tokio dürfen nicht fehlen und vervollständigen den Urlaub in Japan.