Flüsse Afrikas Karte

Die längsten Flüsse des afrikanischen Kontinents

Wir waren vor Ort und haben die Liste der zehn längsten Flüsse Afrikas in aufwändiger Recherche für Euch zusammengestellt. Alle Flüsse haben eines gemeinsam: sie sind nass! und bringen Wasser und damit Leben in viele Teile Afrikas! Das führt zu kuriosen Dingen wie etwa am Nil entlang: Du fährst auf einem der Nilkreuzer und alles ist toll, alles grünt und gedeiht. Aber nur etwa ein, zwei Kilometer vom Fluss weg, ist die Wüste wieder Herrscher der weiten Ebenen. Ein durchaus skurriler Anblick, den Du bei einem Besuch in Ägypten erleben solltest, neben der unglaublich vielfältigen Unterwasserwelt im Roten Meer – einfach spektakulär!

Längster Fluss Afrikas und der Welt ist der Nil mit 6852km

Der Nil entspringt in den Bergen Ruandas und Burundis, zieht dann durch Tansania, Uganda, den Südsudan und den Sudan, bevor er in Ägypten in das Mittelmeer mündet. Seine Quellflüsse werden blauer und weisser Nil genannt. Er ist mit 6852 km der längste Fluss der Erde. Die Südamerikaner rechnen sich den Amazonas immer wieder länger, doch AFRIKA hat zweifellos den LÄNGSTEN! Unterhalb von Kairo findet sich das Nildelta über das der Fluss in zwei Hauptarmen in das Mittelmeer mündet. Seit dem Bau des Assuan-Staudamms in den 1960er Jahren wächst das Flussdelta nicht mehr weiter ins Meer, sondern wird teilweise durch die Brandung abgetragen. Auch die intensive Bewässerung am Nil trägt mit dazu bei, dass immer weniger Wasser aus dem Nil ins Mittelmeer gelangt.

Video: Die Bedeutung des Nils für Ägypten

Zweiter Platz für den Rio Kongo mit 4374km

Der Fluss Kongo ist mit 4374 km Länge der zweitlängste und zudem wasserreichste Strom Afrikas. Im südlichen Teil des Kongos findet sich der Ursprung des Flusses, dann fliesst er durch das Kongobecken und mündet im Tiefland von Zaire in den Atlantik. Der Kongo hat die wasserreichsten Stromschnellen der Erde, wovon die Stanley- und die Livingstonefälle die bekanntesten sind. Viele Touristen kommen hierher, um dieses einmalige Naturschauspiel hautnah zu erleben.

Drittplatzierter: Die Lebensader Niger mit 4148km

Mit 4148 km hat der Niger den dritten Platz in Afrikas Flussliste errungen. Sein Ursprung befindet sich in den Bergen Guineas. Von dort aus strömt er durch Mali, den Süden des nach dem Fluss benamten Landes Nigeria, entlang der Grenze von Benin und schließlich durch Nigeria, wo er in einem über 200 km breiten Delta in den Golf von Guinea mündet. Der Niger versorgt mehr als 100 Millionen Menschen mit Wasser und ist daher ein schützenswertes Reservoir an Trinkwasser für die bevölkerungsreichen Anrainerländer Afrikas.

Der Sambesi mit 2574km auf Rang vier

Auf Rang vier hat es der Sambesi mit 2574 km gebracht. Die Quelle liegt im Zambezi Source National Forest in Sambia, an der Grenze zwischen Demokratischer Republik Kongo und Angola. Von hier aus fließt der Sambesi durch Angola, Sambia und Mosambik, wo er in einem 880 km² großen Delta in den Indischen Ozean mündet. Höhepunkt seiner Reise durchs Land sind die Victoria Falls in Simbabwe, bis zu 110 Meter fällt das Wasser hier in die Tiefe. Eindrucksvoll und ohrenbetäubend sind nur ein Paar Adjektive, die diese höchsten Wasserfälle ganz Afrikas beschreiben.

Der Ubangi als fünfter kommt auf 2272km

Der Ubangi entsteht auf der Grenze der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik bei Yakoma aus dem Zusammenfluss von Mbomou und Uele. Der Ubangi mündet rund 550 km unterhalb von Bangui bzw. etwa 90 km südwestlich von Mbandaka in den Kongo. Bei der Längenangabe ist sein Quellfluss Uele mit eingerechnet. Der Fluss ist einer der wichtigsten Transportwege der Gegend, weil viele Straßen während der Regenzeit oft überflutet sind.

Der Wüstenfluss Oranje auf Platz sechs mit 2160km

Der Oranje ist mit 2160 Kilometern nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss im südlichen Afrika und der fünftlängste auf dem afrikanischen Kontinent. Der Onranje enstpringt in Lesotho und fließt von dort aus durch die Drakensberge in westlicher Richtung durch Südafrika. Er bildet an seinem Unterlauf die Grenze zwischen Südafrika und Namibia. In Atlanten wird häufig die englische Bezeichnung Orange verwendet. Der Oranje transportiert große Mengen Sand aus dem Landesinneren in das Mündungsgebiet im Südatlantik. Dort wird der Sand mit dem Südwestwind an die namibische Küste getrieben und bildet die Dünen der Namib-Wüste. Darum wird der Oranje auch als der „Vater der Namib“

Kasai als siebter mit 2153km

Der 2.153 km lange Kasai ist ein linker Nebenfluss des Kongo in Zentralafrika und nur knapp hinter dem Oranje der sechstlängste Fluss Afrikas. Seine Quelle entspringt im Osten Angola und mündet nordöstlich von Kinshasa in den Kongo. In seinem Verlauf liegen zwei größere Wasserfälle: der Pogge-Fall und der Wissmann-Fall, welche der regionalen Bevölkerung als Naturschauspiel und für Wasserspiele zur Verfügung steht.

Shabelle mit 1820 km auf Platz acht

Der Shabelle ist ein mindestens 1820 km langer Fluss in Äthiopien und Somalia. Der Fluss entspringt im Südwesten des Somali-Hochlands im Mendebo-Gebirge nahe Awassa und Yirga Alem. Entlang der Benadirküste fließt der Leopard wie der Shabelle auf Somali heißt, am Indischen Ozean entlang nach Südwesten, wo er in Sumpfland versickert. Nur nach starken Regenfällen erreicht er bei Jilib seine Mündung in den Juba und den indischen Ozean.

Der Okavango als neunter mit 1800 km

Der Fluss entspringt als Cubango im Zentrum von Angola auf dem Hochland von Bié und fließt von dort aus in das abflusslose, wüstenhafte Landesinnere von Botswana. Dort versickert das Wasser des Flusses in den Sümpfen des abflusslosen Okavangobeckens, das im Nordosten der Kalahari liegt. Dort findet sich das Moremi-Wildreservat. In seinem Mittellauf wird der Okavango von Krokodilen und Flusspferden bewohnt. Das Delta ist bekannt für seinen großen Artenreichtum. Die Länge des Okavangos wird in Publikationen mit 1.600 oder 1.800 Kilometer angegeben. Beides kann als richtig betrachtet werden. Der Fluss teilt sich im Binnendelta einerseits in mehrere Flussarme auf, die dann irgendwo in den unüberschaubaren Sümpfen enden. Andererseits hängen die Längen dieser Flussläufe stark von der Wasserzufuhr des Okavangos ab, die während der Regenzeit im Sommer wesentlich stärker ausfällt als im regenarmen Winter.

Last but not least der Limpopo mit 1750km

Der Fluss Limpopo bildet die Nordgrenze von Südafrika zu Botswana und Simbabwe sowie marginal im ufernahen Bereich zu Mosambik. Weiter durchquert er Mosambik auf einer Strecke von über 400 Kilometern. Er ist 1750 Kilometer lang und umfasst ein Einzugsgebiet von 415.000 km². Der Limpopo ist der zweitlängste Fluss Afrikas, der in den Indischen Ozean entwässert. Die Quelle des Limpopo liegt bei Johannesburg in Südafrika nahe dem Witwatersrand. Der Oberlauf des Limpopo ist als Crocodile River bekannt. Seine Mündung befindet sich südwestlich von Xai-Xai in Mosambik, wo er in den Indischen Ozean einfließt.

Weitere interessante afrikanische Flüsse

Der Juba mit 1658km

Der Juba oder Jubba misst insgesamt 1.658 km. Seine Quellen sind im äthiopischen Bergland zu finden, er durchquert in seinem Lauf Somalia, um an dessen Küste in den Indischen Ozean zu münden. Bei starken Regenfällen kommt es häufig zu Überschwemmungen am Juba, die Menschen in den Dörfern im Umland des Flusses sind dabei die Leidtragenden. Der Fluss ist Namenspate unter anderem für die somalische Fluggesellschaft Jubba Airways.

Die Volta mit 1500km

Der aus der Vereinigung seiner drei Quellflüsse nahe der großen Handelsstadt Salaga in Ghana entstandene Fluss Volta wird am Akosombo-Staudamm zum Volta-See aufgestaut und fließt dann nach Südosten. Die drei Quellflüsse sind der Schwarze, Rote und Weiße Volta. Er mündet über eine große Barre mit starker Brandung in den Golf von Guinea. Wie Nil und Niger hat auch der Volta sein alljährliches Überschwemmungsgebiet in den Monaten September und Oktober, wo er fruchtbaren Boden hinterläßt.

Sag mir Cuando sag mir wann mit 1500km

Der Cuando oder Kwando ist ein 1500 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Sambesi im südlichen Afrika. Im Unterlauf wird er zunächst Kwando, dann Linyanti und zuletzt Chobe genannt. Der Cuando entspringt im Hochland von Bié in Angola und fließt zunächst in Richtung Südosten. Später folgt ihm die Grenze zu Sambia. Bei Kazungula am Vierländereck von Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe mündet der Fluss in den Sambesi. Vor allem wegen des hohen Wildbestandes sind im Flussgebiet des Cuando gleich mehrere Nationalparks zu finden.

Shari oder Chari mit 1400km

Der Schari ist der 1.400 km lange Hauptzufluss des afrikanischen Tschadsees. Seine Quellflüsse entspringen zum Teil dem Darfur, der Nordäquatorialschwelle und dem Hochland von Adamaua. Bei N’Djamena vereinigt sich der Schari mit seinem bedeutendsten Nebenfluss, dem 960 km langen Logone. Danach bildet der Fluss die Grenze zu Kamerun und mündet etwas weiter nördlich in den Tschadsee.

1450km bringen den Lomami hierher

Der Lomami ist ein 1.450 km langer linker Nebenfluss des Kongo in der Demokratischen Republik Kongo.
Er entspringt im Süden der DR Kongo in der Provinz Katanga. Von seiner Quelle, die sich nördlich der Lundaschwelle und westlich von Kamina befindet, fließt der Lomami überwiegend in Richtung Norden. Über Opala erreicht er Isangi, wonach er in den Kongo mündet. Im Unterlauf ist der Lomami schiffbar.

Der Fluss Senegal kommt auf 1430km

Der Senegal entsteht durch den Zusammenfluss von Bafing und Bakoyé bei der Stadt Bafoulabé im Südwesten Malis. Er bildet die Grenze zwischen Senegal und Mauretanien und mündet bei Saint-Louis in den Atlantik.
Zusammen mit dem Bafing ist der Senegal 1430 km lang. Sein Mündungsgebiet ist ein wichtiger Ort zur Überwinterung für europäische Weißstörche. Hier befindet sich auch der Nationalpark Parc National de Langue de Barbarie. Das dort anzutreffende fruchtbare Schwemmland wird zum Anbau von Zuckerrohr, Mais, Hirse und Reis genutzt.