top 25 / 50 indish surnames list

Indische Nachnamen sind bedeutungsvoll

In Indien besitzt der überwiegende Teil der Landbevölkerung keinen Ausweis, die Personen sind oft nicht registriert. Beliebige Änderungen der Vor- und Familiennamen sind dort üblich. Die indischen Nachnamen stammen häufig aus alten Berufsbezeichnungen und sind oft abhängig von der Religionszugehörigkeit der Familie. Hindu-Namen kommen in der Regel von Pali, Sanskrit oder Tamil. Der Familienname kann zudem den Namen oder Titel einer Gottheit enthalten. Im Gegensatz dazu sind muslimisch basierende Familiennamen in der Regel aus dem Arabischen, Türkischen oder Persischen abgeleitet worden. Zudem kann häufig auf die Kaste, in der die Familie eingeordnet ist, geschlossen werden. Die indischen Kasten sind religiös begründet und dienen der Abgrenzung von gesellschaftlichen Gruppen im Land.

Regionaltypische Nachnamensgebung in Indien

Indien ist so groß, dass die Ursprünge der Nachnamen dort je nach Region unterschiedliche Ursachen haben.

– Im Norden Indiens übernimmt die Ehefrau und die Kinder den Nachnamen des Mannes, ähnlich wie in Westeuropa.
– In Zentralindien wird meist der Vorname des Vaters zum Nachnamen des Sohnes, einen Familiennamen gibt es nicht.
– Im Südindien findet sich der Familienname zuerst, oft Herkunftsnamen. Adels- und andere Titel werden dahinter angehängt.
– Im Westen des Landes etwa finden sich am häufigsten patronyme, aber auch orts- und kastenbezogene Nachnamen.

Bedeutung indischer Familiennamen

In indischen Gefilden sind die Einflüsse der verschiedenen Religionen stark auch in der Namensgebung zu finden. Es gibt vom indischen Staat her keine Beschränkungen für die Namenswahl, die Religion oder religiösen Richtung der Träger sind ausschlaggebend

Auf Nummer eins: Die ehrwürdige Göttin Devi

Der populärste Name Devi kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Gottheit“, sie ist im Hindu die Gottesmutter, von der alle anderen abstammen. Die männliche Form ist Deva, wird aber erheblich weniger häufig verwendet. Die beiden bedeuten „himmlisch, göttlich“ und sind auch geschlechtsspezifische Bedingung für eine Gottheit im Hinduismus.

Singh mir ein Lied vom starken Löwen

Der zweitplatzierte Singh ist ein Nach- oder Mittelname, der vor allem von den männlichen Sikhs benutzt wird und im Punjab „Löwe“ bedeutet. Singh wird meist als Nachname oder als Mittelnamen verwendet. Als Mittelnamen wird Singh von der Kaste, Clan oder dem allgemeinen Familiennamen gefolgt. Um zu vermeiden, dass ihre Kasten oder Clans identifiziert werden, haben einige Sikhs „Khalsa“ an Singh (z.B. Raschid Singh Khalsa) angehängt.
Ursprünglich war eine gängige Praxis unter den Rajput Männern, Singh als ihren Nachnamen zu haben, während Rajput Frauen den Nachnamen „Kumari“ benutzten . Doch mittlerweile haben viele Rajput Frauen auch Singh in ihrem Namen.

Der Hindu Junge mit dem Namen Kumar

Kumar kommt ursprünglich aus dem Sanskrit „Kumara“ und seine Bedeutung ist „Sohn oder Junge“. In den Hindu-Texten ist dies ein Beiname sowohl des Feuergottes Agn, als auch des Kriegsgottes Skanda. Vor allem in Nordindien ist er geläufig, dort ist er der häufigste Familienname in Haryana, Delhi, Kerala, Tamil Nadu und Pondicherry. Die erste Nutzung des Namens war für die vier Kumaras, die Söhne von Brahma aus den Puranic Schriften des Hinduismus.

Der geweihte DAS

Das ist ein häufiger Name in Indien unter den Anhängern des Hinduismus und Sikhismus, und vom Islam oder Christentum dorthin konvertierten. Es ist ein aus dem Sanskrit-Wort Dasa abgeleitet Bedeutung Diener Gottes „Geweihten“. In der Region Punjab in Indien und Pakistan, findet man diese Namensträger in der Regel in der Kaste der Brahmanen. In Bihar und in der Bengalen Region dagegen findet man sie vor allem in der Kaster der Maulika Kayastha.

Die weiblichen Prinzen Indiens: die Kaur

Kaur bedeutet übersetzt „Prinz“ und ist ein obligatorischer Nachname für alle getauften weiblichen Sikhs. Er wird jedoch häufig auch als Mittelname verwendet. Der Name Kaur wurde auch bestimmt, um das Vorurteil der Kasten-Typisierung zu reduzieren, das ja eigentlich auf dem Familiennamen basiert. Sikh Prinzipien nehmen an, dass alle Männer und Frauen völlig gleich sind. Daher ist eine Frau dort ein Prinz und ist den Männern gleichberechtigt.

Sehr erfreut, Familie Ram

Der Nachname Ram bedeutet „erfreulich“ in Sanskrit. Im hinduistischen Glauben ist dies der Name einer Inkarnation des Gottes Vishnu. Er ist der Held des „Ramayana“, einem sehr bekannten Hindu-Epos. Sein voller Name ist Ramachandra, Ram ist die moderne Kurzform von „Rama“.

Die arbeitsfreudigen Yadavs

Der Begriff Yadav, manchmal Yadava, wurde interpretiert als ein Nachkomme von Yadu einem König der indischen Mythologie. Die Yadavs leben meist in Nordindien und vor allem in Haryana, Uttar Pradesh und Bihar. Traditionell ein Nicht-Elite, waren die Yadav eine pastoralen Kaste. Ihre traditionellen Berufe haben sich im Laufe der Zeit verändert. Seit vielen Jahren sind die Yadavs bei der Feldarbeit in erster Linie beschäftigt.

Top 50 Liste der populärsten Familiennamen in Indien

Rang Nachname Anzahl
1 Devi 69,206,943
Singh 36,058,956
Kumar 31,014,317
Das 10,485,481
Kaur 10,382,053
Ram 7,412,410
Yadav 7,061,034
Kumari 6,280,211
Ali 5,796,792
10 Lal 5,751,667
Bibi 5,669,410
Khatun 5,510,718
Bai 5,401,652
Sharma 4,887,182
Sah 4,519,686
Khan 4,442,333
Mandal 4,408,832
Mondal 4,042,430
Patel 3,957,109
20 Patil 3,776,738
Prasad 3,720,493
Roy 3,435,695
Ray 3,323,462
Sheikh 2,917,624
Shaikh 2,873,995
Sahu 2,832,344
Gupta 2,730,986
Pal 2,542,234
Mahato 2,530,954
30 Barman 2,500,427
Begam 2,476,972
Paramar 2,368,580
Ansari 2,291,251
Nayak 2,173,367
Rathod 2,140,779
Jadhav 2,111,095
Begum 2,108,684
Ghosh 2,102,801
Rani 2,076,682
40 Mahto 2,065,403
Sarkar 2,013,786
Murmu 1,999,894
Chand 1,969,074
Behera 1,958,095
Paswan 1,809,950
Mishra 1,806,530
Majhi 1,793,464
Patal 1,787,588
Khatoon 1,747,668
50 Thakur 1,741,552

Quelle:mynamestats.com