Wer eine Kur in Polen antreten möchte, der hat die Qual der Wahl. Denn in unserem östlichen Nachbarland gibt es – ebenso wie in Deutschland – in allen Regionen ganz hervorragende Kurorte mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten bei den Therapien.

Mais Feld in Polen
Mais Feld in Polen

Die Tatsache, dass seit dem Beitritt Polens zur Europäischen Union die meisten Kuren in Polen von den deutschen Krankenkassen bezuschusst werden, macht die Wahl des Kurortes natürlich auch nicht gerade leichter. Selbstverständlich gilt, dass bei bestimmten Krankheiten auch nur bestimmte therapeutische Einrichtungen für eine Kur in Polen in Frage kommen. Insofern entscheidet in den entsprechenden Fällen der Arzt oder die Krankenkasse, wo die Kur Reise hingeht.

Wo aber eine Wahl möglich ist, da wird es wirklich schwer, denn Polen hat einiges zu bieten. Als Beispiel mag da nur einmal die polnische Ostseeküste erwähnt werden. Hier reiht sich ein Kurort an den anderen – “wie an einer Perlenschnur” beschreiben es die Einheimischen. Sie sind stolz auf die schöne Umgebung und die gesunde Luft, die jeder Gast einer Kur in Polen bei ihnen gratis mitgeliefert bekommt.

Polnische Ostsee

Und tatsächlich: Vor allem mit dem Pfund “Luft” können die Kurorte an der polnischen Ostsee wuchern. Das Mikroklima dort, das einerseits von der See andererseits von der Sonne beeinflusst wird, hat zu Recht den Ruf sehr gesund zu sein. Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass die Therapie von Atemwegserkrankungen in dieser Kur-Region eine große Rolle spielt. Doch nicht nur bei Strandspaziergängen können die Kurgäste hier richtig durchatmen. Auch die Luft in den diversen Wäldern nahe der Küste ist frisch, rein und “schmeckt” besonders würzig. Die Kurorte hier sind durchweg elegante Seebäder, die allesamt selbstbewusst auf eine lange Tradition zurückblicken und ausgedehnte, sehr gepflegte Kurparkanlagen ihr eigen nennen.

Doch wie eingangs schon erwähnt, muss es aber für eine Kur in Polen nicht immer die Küste sein. Ein anderes Beispiel für die Kur-Vielfalt Polens ist die Grenzregion zur Tschechischen Republik und ihrer Hauptstadt Prag. Hier mag als Beispiel Bad Altheide dienen, das ebenfalls eine reiche Vergangenheit als Kurort aufzuweisen hat und im 19. Jahrhundert den Adel und das betuchte Bürgertum zu seinen Stammgästen zählen durfte. Diese Gäste reisten damals zu ihrer alljährlichen Trinkkur an. Bad Altheide ist auch heute noch weit über die Grenzen Polens hinaus bekannt für das Heilwasser, das aus seinen Quellen sprudelt. Es wird unterstützend zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen eingesetzt und zu diesem Zweck sogar in andere Kurorte “exportiert”.

Eine Kur in Polen wird aber nicht nur dem Körper des Patienten gut tun, sondern auch seinem Geldbeutel. Das Preisgefüge ist in dem jungen EU-Mitgliedsland ist immer noch vergleichsweise niedrig und macht auch die Stunden nach den Kuranwendungen zu einem entspannten Vergnügen.