Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen an und intensivieren das Erleben gegenseitig. Das gilt in der Farbenlehre ebenso wie in menschlichen Beziehungen, und es lässt sich auch auf andere Bereiche übertragen, so etwa auf Mallorca.

Mallorca Strand ES TRENC, Spanien

Mallorca Strand ES TRENC, Spanien

Bucht von Alcúdia

Dort gibt es in der Bucht von Alcúdia die Touristenorte Port d’Alcudia im Norden der Bucht und Can Picafort, die beide touristisch optimal erschlossen sind, was konkret bedeutet, dass sich Hotelanlage an Hotel reiht und die Dichte an Touristen insbesondere in der Saison zum oberen Drittel des Inselschnittes zählt. Und dazwischen gibt es, quasi als Trutzburg und als Enklave der urtümlichen Insel und seiner Flora und Fauna, das Süßwasser-Sumpfgebiet S’Albufera, wo man als Tourist Momente der Ruhe und der Unverfälschtheit erleben kann, bevor man wieder in die dicht bebauten und touristisch optimal angebundenen Gebiete kommt. Dort kann man entweder zu Fuß oder mit einem Fahrrad die 800 Hektar erkunden und Mallorca noch von einer Seite erleben, die in den Hotelburgen kaum zu erahnen ist.

Statt Lichterspiel und Animation finden sich hier Vögel und Wildpflanzen in einer Umgebung, die vom Menschen noch nicht verbaut wurde und die somit eine willkommene Abwechslung und eine Oase der Natürlichkeit darstellt. Im Gegensatz zu Can Picafort ist hier die Ursprünglichkeit erhalten, während nebenan alles auf den Besucher aus anderen Ländern ausgerichtet ist, Hotels, Restaurants, Unterhaltungsangebote, die vor allem in der Saison um Besucher buhlen, die jedoch auch in den Nebensaisons nicht menschenleer sind, sondern ein wenig ruhiger, ein wenig gefasster wirken, wie im Erholungsschlaf, bevor im Frühsommer die Touristen wieder kommen und diesen Teil der Insel bevölkern.