Die Insel Kreta ist mit rund 8300 Quadratkilometern Fläche das größte Eiland Griechenlands und ein beliebter Urlaubsort. Doch Kreta ist nicht nur ein hervorragender Badeort, sondern auch ein Platz, an dem die Antike bis heute lebendig scheint. Zahlreiche Sagen aus der antiken Mythologie ranken sich um diese Insel und überall findet man Spuren der einstigen Hochkultur.

Kreta im Sommer, Griechenland

Kreta im Sommer, Griechenland

Griechiche Götter

Der Sage nach soll der Göttervater Zeus in einer Gebirgshöhle der Insel geboren worden sein. Hier wurde er von einer Ziege aufgezogen und bis zu seiner Jugend vor seinem Vater, dem Titanen Kronos versteckt gehalten. Dieser wollte ihn aus Angst vor einem prophezeiten Sturz schon als Kind töten.
Später wurde die Tochter eines Königs der Phönizier, Europa, von Zeus in einen Stier verwandelt und nach Kreta geschmuggelt, wo sie schließlich von ihm drei Söhne empfing. Sie wurde schließlich von Anterios, dem König der Insel geheiratet. Einer der Söhne von Zeus und Europa soll der sagenhafte König Minos gewesen sein.
Als es um die Frage nach dem Erbe von König Anterios ging, bat Minos den Gott Poseidon um Hilfe, er möge ihm ein Zeichen senden.

Poseidon schickte ihm einen weißen Stier, der geopfert werden sollte, doch Minos fand diesen zu erhaben und lies ihn am Leben. Als Strafe erweckte der Gott in Minos Gattin Gefühle für den weißen Stier und aus ihrer Verbindung entstand der sagenumwobene Minotaurus, halb Mensch, halb Stier. Da König Minos diese Schmach nicht ertragen konnte, sperrte er den Minotaurus in ein Labyrinth.
Der Name Kreta wird der Sage nach von einer Tochter des Anterios und der Europa abgeleitet. Von alle diesen Mythen gibt es verschiedene Varianten, doch die antike Mythologie ist bis heute eines der größten Kulturgüter des europäischen Kontinents.