Die Kriminalität in Südafrika hat Dimensionen, die man sich nicht vorstellen kann. Mehr als 20000 Morde und 110000 Totschläge hat man in den letzten zwei Jahren registriert. Die Dunkelziffer wurde hier noch nicht mitgerechnet. Südafrika steht hiermit in der Kriminalitätsstatistik an erster Stelle. Polizei und Regierung haben sich sehr bemüht und tatsächlich wurden in einigen Bereichen die Verbrechensraten etwas eingedämmt.

Tafelberg-Cape-Town-Suedafrika

Tafelberg-Cape-Town-Südafrika

Regierungsziel Südafrikas

Die Polizei wird in Südafrika SAPS genannt. Sie hat das Regierungsziel, eine Verringerung der Straftaten um etwa 10 %, auch schon erfolgreich in die Tat umgesetzt. Die südafrikanische Bevölkerung ist aber nach wie vor am meisten von Mord und Vergewaltigungen bedroht. Diese beiden Verbrechensraten sind aber nur um 2% (Mord) bzw. 1% (Vergewaltigung) gesunken. Wohlhabende Südafrikaner besiedeln aus diesem Grunde die geschützten Vororte Südafrikas. Hier ist man nicht so den Gefahren ausgesetzt. Ein wichtiger Faktor der Kriminalitätsentwicklung ist das soziale Ungleichgewicht.

Die Differenz zwischen reich und arm ist in Südafrika enorm groß. Da ist es kein Wunder, dass Kriminalität als eine logische Folge davon in Erscheinung tritt. Man hat nun das Zero-Tolerance-Konzept gemeinsam mit der Polizei und der Regierung entwickelt. Dies ist eine Maßnahme gegen die Kriminalität. Im einzelnen heißt das, dass auch geringe Vergehen sehr schwer bestraft werden. Eine weitere Maßnahme ist die Aufteilung der Zuständigkeiten. Das wiederum heißt, es gibt Polizisten, die bearbeiten Verkehrsdelikte. Andere Polizisten bilden eine Spezialeinheit , die sich ausschließlich um das organisierte Verbrechen kümmert. Man erhofft sich, dass solange Regierung und Polizei äußerst konsequent gegen die wachsende Kriminalität in Südafrika vorgehen, dass die Verbrechensrate Stück für Stück sinkt.